Schloss Benrath wurde zwischen 1756 und 1771 für den Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz erbaut. Dieser residierte jedoch in Mannheim, so dass das Gebäude nur ab und an als Jagdschloss und Landsitz vom Herrscher genutzt wurde. Die Dienerschaft, das Gefolge der Adligen und die Gäste wurden im Obergeschoss des Hauptgebäudes und in den Flügelbauten, den so genannten Kavaliershäusern, untergebracht.

Vom Festsaal ins Schlafzimmer
Der Besucher betritt das Schloss heute nicht mehr durch das beeindruckende Hauptportal, sondern durch den ehemaligen Dienstboten-Eingang an der Rückseite des Hauptgebäudes. Von der Eingangshalle aus gelangt man in den Festsaal, die Empfangsräume und die Wohntrakte des Kurfürsten und seiner Frau. Im Kuppelsaal, der früher für Bälle und Feierlichkeiten genutzt wurde, finden noch heute manchmal Konzerte statt.

Einrichtung im Stil der Zeit
Das Schloss ist mit Möbeln und Kunstwerken aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eingerichtet. Die meisten Gegenstände gehören allerdings nicht zur Original-Einrichtung.
Die kostbaren Seidentapeten sind erneuert, aber nach altem Muster gewebt. Zu sehen sind auch wertvolle Stücke aus der kurfürstlichen Porzellan-Manufaktur in Frankenthal bei Mannheim. Besondere Beachtung verdient der noch erhaltene Parkettboden aus verschiedenen Hölzern im Schlafzimmer der Kurfürstin.

Wohnräume im Obergeschoss
Im Obergeschoss befinden sich vier kleinere Wohnungen, die leider nur bei Sonderführungen zugänglich sind. Hier wird besonders deutlich, dass zur Zeit der Aufklärung das steife Zeremoniell und die Repräsentation auch bei Hofe nach und nach an Bedeutung verloren.
Stattdessen standen freundschaftliche Gespräche, Geselliges und Schlichtes im Vordergrund.

Personal auf Nebenbühne
Die Tendenz zum Schlichten und Bequemen zeigt sich etwa im Verzicht auf Stuckaturen, der geringen Deckenhöhe und der Vorliebe für gemeinsame Spiele in den Gesellschaftsräumen.
Für die Dienerschaft jedoch gab es keinen Platz auf der kurfürstlichen Bühne: Das Personal lebte und arbeitete hinter einem System verborgener Türen, welches bei Sonderführungen besichtigt werden kann.

Weitläufiger Park
Ein besonderes Kleinod ist der schon im 17. Jahrhundert angelegte Park. Hofbaumeister Nicolas de Pigage gestaltete das über 600.000 Quadratmeter große Areal im Stil französischer Gärten um.

Großzügige Wasserflächen und breite Wege durchkreuzen die Wäldchen und machen das Spazierengehen zum erholsamen Erlebnis. Im Südteil des Parks befand sich das ursprüngliche Schloss aus dem 17. Jahrhundert. Die Orangerie ist dessen einziges Überbleibsel.

Schloss Benrath und der Park stehen unter Denkmalschutz. 1996 wurde der Park zudem unter Naturschutz gestellt. Im Westflügel des Schlosses ist heute das Naturkundliche Heimatmuseum untergebracht.

Quelle: belocal                                 weitere Impressionen...

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